Ausflugsziele

>
Wernigerode

Wernigerode, auch die Bunte Stadt am Harz genannt, liegt am Nordrand des Harzes malerisch eingebettet in den Tälern des Mühlentals und des Gebirgsflusses Holtemme.
In direkter Nachbarschaft können Sie Brockenfahrten, Planwagenfahrten oder Fahrten zum Wernigeröder Schloß mit einer Kutsche unternehmen.

Sehenwertes: Rathaus, Schloss, Altstadt

Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) verfügen mit ihrem landschaftlich reizvollen Streckennetz von 131,24 km über das längste zusammenhängende Schmalspurbahnstreckennetz in Deutschand. Der technisch wertvolle Fahrzeugpark sowie eine Vielzahl historischer Personenwagen, macht die Harzer Schmalspurbahnen als Betreiber der Harzquer-, Selketal- und Brockenbahn zu einer der interessantesten Schmalspurbahnen. Der Flair des vergangenen Jahrhunderts fährt stets mit. Die Fahrten finden täglich statt.
Startbahnhöfe: Wernigerode, Gernrode, Nordhausen

Brocken

Der Brocken, der höchste Berg des Harzes, ist von Sagen umwoben. Mit seiner wilden Natur und seinem baumfreien Gipfel in 1.141m Höhe ist er ein Anziehungspunkt vieler Harzbesucher. Bei gutem Wetter haben Sie einen Weitblick bis Erfurt, Kassel und Magdeburg. Der Gipfel ist mit der Brockenbahn oder über zahlreiche Wanderwege zu Fuß zu erreichen. Die ehemaligen Militäranlagen wurden nach der Wiedervereinigung schrittweise entfernt und der Gipfel mit großem Aufwand wieder bepflanzt. Oberhalb der Waldgrenze hat sich eine eigenständige Flora und Fauna gebildet, so dass sich rings um den Gipfel Hochmoore ausbreiten, in denen Wollgras, Sonnentau und Zwergbirken wachsen. Auf dem Brockenplateau befindet sich neben dem Brockenmuseum auch das rustikale Selbstbedienungsrestaurant "vom Brockenwirt", welches täglich Erbsensuppe aus der Gulaschkanone anbietet.

Mit dem Burgensemble und seinem geschlossenen historischen Stadtbild mit etwa 1200 Fachwerkhäusern aus mehreren Jahrhunderten gehört die Kreisstadt zu den größten Flächendenkmälern in Deutschland und wurde deshalb von der UNESCO auf die "Liste des Weltkultur- und Naturerbes" gesetzt.
Sehenwertes: historische Altstadt, Burgberg mit Dom, Münzenberg

Der erste deutsche, länderübergreifende Nationalpark besteht seit 2006 und umfasst 8.900 Hektar in Sachsen-Anhalt sowie 15.900 Hektar in Niedersachsen. Der Nationalpark Harz ist aus einer Fusion der ehemaligen Nationalsparks „Nationalpark Hochharz“ und „Nationalpark Harz“ hervorgegangen. Die Gesamtfläche des neuen „Nationalpark Harz“ beträgt somit 24.700 Hektar. Der Nationalpark erstreckt sich von Herzberg am Südrand des Harzes, über die Hochlagen des Harzes, bis hin zum Nordrand bei Ilsenburg.

Das Schutzgebiet umfasst alle für das Mittelgebirge charakteristischen Lebensraumtypen in allen Höhenlagen. Von den Randzonen im Norden sowie im Süden mit durchschnittlich 250 Meter über dem Meeresspiegel, steigt das Nationalparkgelände jeweils kontinuierlich an und erreicht auf 1.141 Meter, mit dem Brocken, seinen Gipfel. Der Nationalpark umfasst verschiedene Vegetationszonen und beherbergt eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Abgesehen von wenigen Splittersiedlungen sowie touristischen Einrichtungen ist das Gebiet des Parks kaum besiedelt. Der Park ist ganzjährig geöffnet und bietet zahlreiche Wanderrouten an.

Der Harz war über 1000 Jahre eine der bedeutendsten Bergbauregionen Europas. Die Geschicke des Oberharzes wurden durch den Abbau von Silber, Blei, Kupfer und Eisen bestimmt. Für den Bergbau und die Förderung von Erz wurden reichlich Holz und Wasser benötigt. Holz war allgegenwärtig und stand in ausreichender Menge zur Verfügung. Das Wasser dagegen stand nicht immer in ausreichender Menge dort zur Verfügung wo es benötigt wurde und gleichzeitig stellte es eine Gefahr beim Abbau in Schächten und Stollen dar. Diese Dilemma zwingte die Menschen damals eine technische Meisterleistung zu vollbringen und so schufen sie ein einzigartiges System der Entwässerung, Wasserableitung, Wasserspeicherung sowie der Erzeugung und Nutzung von Wasserkraft. Dieses System, geschaffen in der Zeit von 1530-1870, heißt heute Oberharzer Wasserregal. Einst umfasste es 143 Teiche, 500 Kilometer Gräben und 30 Kilometer unterirdische Wasserläufe.
In der frühen Neuzeit war es maßgeblich dafür verantwortlich dass am Harz das größte Industriegebiet Deutschlands entstehen konnte.

Das Oberharzer Wasserregal zählt als Meisterwerk früher Bergbau- und Ingenieurskunst seit 2010 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Der Wurmberg ist der höchste Berg in Niedersachsen und mit 971 Meter der zweithöchste Berg des Harzes. Er liegt nördlich von Braunlage und südlich vom Brocken. Auf den Wurmberg gelangt man entweder zu Fuß, mit der Seilbahn oder dem Lift. Vom Gipfel aus blickt man auf den Nationalpark Harz. Früher diente der Berg als Lauschstation im Kalten Krieg.

Im Winter bietet er eine Vielzahl von Wintersportmöglichkeiten an. Sechs verschiedene Abfahrten stehen dabei zur Verfügung. Der „Hexenritt“ mit seiner ca. 700 m langen Abfahrt richtet sich an alpin erfahrene Ski-Fahrer. Die längste Abfahrt ist die „Abfahrt Nord“ mit etwa 4.300 m Länge und einem Höhenunterschied von 400 m. Sowohl die „Abfahrt Nord“ als auch die „Abfahrt Süd“ mit etwa 3.500 m Länge und 400 m Höhenunterschied sowie der nur etwa 500 Meter lange „Nordhang“ sind als mittelschwere Abfahrten einzustufen. Am Kaffeehorst gibt es neben einer zusätzlichen Abfahrt auch noch den Snowboardhang, die beide etwa 400 m lang sind.

Für Rodelfreunde gibt es eine wunderschöne ca. 1.500 m lange Rodelbahn. Der Berg bietet für begeisterte Wanderer einen 5.600 m langen Winterwanderweg an. Von Braunlage aus führt der Weg auf den Berg. Skilangläufer und Skiwanderer können vom Gipfel über eine Verbindungsloipe auf ein weitläufiges Loipennetz zugreifen.

Benötigte Sportgeräte können gegen Gebühr vor Ort ausgeliehen werden. Die Skischule Oberharz bietet verschiedene Ski-Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Insgesamt stellt der Wurmberg das größte Skigebiet Niedersachsens dar.